Er wurde 1992 an einem heißen Junimorgen geboren. In einem Kreissaal am Stadtrand von Riga, wo seine Eltern damals lebten. Als er nach Hause in ihre kleine Wohnung gebracht wurde, stellte sich heraus, dass es keinen Platz für sein Bettchen gab, also schlief er in einem Wäschekorb. So lebten sie bis er 2 Jahre alt wurde. Dann zog die Familie nach Moskau. Sein Vater absolvierte in der Hauptstadt ein Studium. Nach der Verteidigung des Diploms zog die Familie erneut um, diesmal jedoch in den Süden Russlands. Bald ging er in den Kindergarten und dann in die erste Klasse des Gymnasiums Nummer 16. Jetzt ist er in .... Klasse. Er lernte gut, vor allem liebte er Sport, Mathematik und Geographie. Er versuchte eine verantwortungsvoller Schüller zu sein. Dafür wurde er von seinen Lehrern geliebt. Er hatte viele Freunde in der Schule. Es war ihm wichtig, dass auch sie ihn immer gut behandeln. In seiner Zukunft plante er an einer Universität zu studieren, aber es war noch zu weit entfernt um darüber zu sprechen. Nach 3 Jahren Schulzeit zogen sie erneut um. Diesmal an den westlichsten Punkt Russlands. Dort kam er in eine neue Schule. Hier war er nicht mehr so selbstbewusst. Er kam sich dumm vor. Er wusste einfach nicht, wie es ist ein normales Kind zu sein - es schien als würde man dafür ein besonderes Talent benötigen. Seine Familie lebte in Armut.

Die Eltern arbeiteten sehr hart und hatten daher keine Möglichkeit ihn aus dem Dorf in die städtische Musikschule zu bringen. So hat er sich die Musik selbst beigebracht. Nach der neunten Klasse schickten ihn seine Eltern auf eine Kochschule. Denn als er noch ein Kind war sagte er, nachdem er den Film Under Siege mit Steven Seagal gesehen hatte, dass er auch ein Koch werden möchte. Während seiner Ausbildung interessierte er sich für das Filmen von Videos. Seine erste Kamera war eine Canon 500D. Er filmte ausschließlich zu seinem eigenen Vergnügen. Die Ausbildung wurde unterbrochen durch die Einberufung zum Wehrdienst. Dort war er Militärvideograf und filmte Militäreinsätze. Nach dem Wehrdienst, wollte er seine Ausbildung fortsetzen. Aber er war gezwungen direkt in der Küche zu arbeiten. Seit seiner Kindheit träumte er davon, nach Amerika auszuwandern aber es gelang ihm nur ein Umzug in die nördliche Hauptstadt Russlands. Er hatte großes Glück im Leben. In seinen heikelsten Phasen hatte er wichtige Menschen um sich. Sie wurden seine Freunde und Mentoren, teilten großzügig ihre Erfahrungen, halfen, sich selbst zu verstehen und den richtigen Weg zu wählen.

Deshalb gelang es ihm als Koch in den besten Restaurants Russlands zu arbeiten. Dort tauchte er jeden Tag in die kulinarische Welt ein. Er hatte nie genug von dem, was ihm sein Job bieten konnte. Also suchte er nach verschiedenen Quellen kulinarischer Inspiration. Da stellte er unerwartet fest, dass es nicht genügend russischsprachige Inhalte zum Thema Kochen gab. Da er kein Englisch konnte, hatte er nur eine sehr beschränkte Wissensquellen. Dann erinnerte er sich an seine Leidenschaft - den Film. Er hat beschlossen ein Video zu drehen. Er brachte sich dieses Handwerk erneut bei. Das Verlangen nach Kreativität lebte schon immer in ihm und er begann Dokumentationen über Köche zu drehen. So entstand das Projekt Chefs Canteen. Endlich war die Zeit der Inspiration gekommen. In seinen Videos geht er in die Tiefe und versucht sicherzustellen, dass der Betrachter seiner Arbeiten, auch in diese Tiefe geht und etwas Neues für sich entdeckt. Wenn dies eine Dokumentation ist, dann versucht er, den tiefen Gedanken und den echten Emotionen auf den Grund zu gehen. Er möchte einen Menschen so zeigen wie dieser wirklich ist. Seinen Charakter, seine Gefühle, die Entscheidungen außerhalb der eigenen Komfortzone zu handeln und über die Konsequenzen für ihn selbst und die Menschen um ihn herum, insbesondere für die ihm nahestehenden Menschen. Er will mit allen reden, regt zum Nachdenken an. Er glaubt an den Menschen, egal in welche Ecke dieser getrieben wird, egal wie sehr die äußeren Umstände versuchen die Menschlichkeit aus ihm zu treiben. Der Mensch verliert dennoch nicht die eine Hauptsache - seine Seele, was bedeutet, dass man immer auf ihn zugehen kann. Und er geht immer auf sie zu. Was seinen Videostil angeht, ist er bestrebt, ein Minimum an Elektronik zu verwenden und seine eigenen Fähigkeiten so weit wie möglich zu fördern und dank der Bewegungen seines eigenen Körpers die gleichen sanften Bewegungen auszuführen. Die Biomechanik eines jeden ist anders und jeder hält die Kamera anders. Dies gibt der Entwicklung ihres Stils einen größeren Impuls.

Die Qualität, die ihm im wirklichen Kunstverständnis immer noch am wichtigsten erscheint, ist Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Offenheit für die Wahrnehmung von Kunst. Das Kunstverständnis sollte man vor allem von sich selbst lernen – von der eigenen Aufrichtigkeit. Infolgedessen organisierte er eine kleine Produktion, in der er mit seiner Frau zusammenarbeitete. Seine Kunden waren Personen, die den Wert seiner Arbeit schätzten. Als er zum ersten Mal eine RED in die Hand nahm, hatte er das Gefühl, zum ersten Mal in seinem Leben ein Video zu drehen. Aber er hatte keine Angst in dieses Unbehagen zu gehen und mit der RED zu filmen. Dieses Unbehagen war ein Fortschritt. Nach einiger Zeit ist er mit seiner eigenen kleinen Familie wieder in ein anderes Land gezogen. Er hat einen Sohn und dies ist eine Zeit des Glücks und des Bewusstseins. Tue nur das, woran du wirklich glaubst. Oder tue zumindest das, was dir in deiner Zukunft hilft, das zu tun, was du wirklich willst. Konzentriere dich weniger auf jemand anderen und schaue mehr in dein inneres.